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© Florian Ganslmeier

Stiftung

»Wer mich erwählt, muss geben und muss wagen, was er hat.« Die Devise aus Shakespeares Kaufmann von Venedig war es, die die im Herbst 2025 verstorbene Stifterin Gabriele Forberg-Schneider in ihrer Arbeit stets geleitet hat. Das Kuratorium bleibt ihrem Kunstideal verpflichtet; es versteht sich als Erbe eines faszinierend eigenwilligen und beweglichen Geistes, der das Verblüffende suchte - und so oft die Zukunftsweisenden fand.

Stiftungszweck der Forberg-Schneider-Stiftung ist die Unterstützung der Entstehung, Vermittlung und Verbreitung ästhetisch anspruchsvoller zeitgenössischer Musik. Neben avancierten instrumentalen und vokalen Werken werden interdisziplinäre und transmediale Arbeiten, dramaturgisch schlüssige und nachhaltige Konzepte sowie herausragende musikwissenschaftliche Leistungen gefördert. Die internationale Ausrichtung der Stiftung ist verbunden mit dem Streben nach kultureller Vielfalt. Zusätzlich zum alle zwei Jahre verliehenen Belmont-Preis und der klassischen Projektförderung legt die Forberg-Schneider-Stiftung eine auf drei Jahre angelegte Mehrjahresförderung auf, die der Entwicklung langfristiger Ideen und Projekte Schubkraft geben soll.

Das Wagemutige entsteht zumeist abseits etablierter Marktmechanismen. In Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel benötigen Künstlerinnen und Künstler deshalb mehr denn je einen Vorschuss an Vertrauen.

Stifter

Die Forberg-Schneider-Stiftung, gegründet 1997 in Frankfurt am Main, hatte in ihren Anfangsjahren zwei Schwerpunkte: Zeitgenössische Musik und Landschaftsgestaltung. Dies entsprach den Hauptinteressen der beiden Stifter.

Dr. Achim Schneider, Geologe, Verleger und Wissenschaftsjournalist. Geboren am 27. Februar 1928 in Leipzig in eine Familie von Brauern, Bauern und Bergleuten. Kindheit und Jugend in Sachsen. Nach der Flucht in den Westen Dissertation an der FU Berlin im Jahr 1959 über »Geologie der Berge. Zwischen Breitach und Stillach im Allgäu.« 1978 Gründungsherausgeber und erster Chefredakteur von »Spektrum der Wissenschaft«, der deutschen Ausgabe des »Scientific American«. Hochzeit mit Gabriele Forberg-Schneider im Jahr 1979. Erster Vorstand der Forberg-Schneider-Stiftung. Gestorben 2000 in Freiburg im Breisgau.

Nach dem Tod des Mitgründers Achim Schneider siedelte die Stiftung im Jahr 2007 nach München um und änderte ihre Satzung: Seitdem ist einziger Stiftungszweck die Förderung zeitgenössischer Musik.

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Gabriele-Forberg-Schneider

© Florian Ganslmeier

Gabriele Forberg-Schneider, Politik­wissen­schaftlerin, Übersetzerin, Herausgeberin. Geboren am 23. August 1943 in Düsseldorf in eine Künstler- und Musikerfamilie. Beide Eltern waren bedeutende Kunstmäzene in ihrer Heimatstadt. Nach dem Studium der Politikwissenschaft bei Eric Voegelin, Kurt Sontheimer und Ernesto Grassi freie Mitarbeit bei Funk, Presse und Verlagen. Seit Gründung der Forberg-Schneider-Stiftung Vorsitzende des Kuratoriums. Gabriele Forberg-Schneider prägte die Stiftung mit ihrer Leidenschaft für zeitgenössische Musik und ihrer profunden Urteilsfähigkeit. Sie erkannte und förderte zahlreiche exzellente Musiker und Komponisten, bevor sie weithin bekannt und als Ausnahmekünstler anerkannt wurden. Gabriele Forberg-Schneider verstarb am 1. Oktober 2025 in München.

Kuratorium und Vorstand führen die Stiftung nun in ihrem Sinne weiter.

Kuratorium

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© Daniel Delang

Florian Ganslmeier 

Florian Ganslmeier studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften an der LMU München und schloss sein Studium mit einer Magisterarbeit über Essen und Parasitentum bei Gottfried Keller bei Gerhard Neumann ab. 1995 wurde er Pressesprecher und Lektor beim Schall­plattenlabel ECM Records. 2005 begann er seine Tätigkeit beim Münchener Kammerorchester, zunächst als Presse­sprecher und Dramaturg, seit 2006 als Geschäftsführer und Mitglied der Künstlerischen Leitung. Daneben war er Mitglied verschiedener Jurys, u.a. dem Musikpreis der Landeshauptstadt München (2009), dem Kulturellen Ehrenpreis der Landeshauptstadt München (2011, 2012), den Hilde-Zach-Kompositionsstipendien der Stadt Innsbruck (2019) und der Förderpreise der Internationalen Bodensee-Konferenz 2020. Seit 2013 ist er Mitglied des Kuratoriums der Forberg-Schneider-Stiftung, nach dem Tod der Gründerin übernahm er den Kuratoriumsvorsitz. 

Anselm Cybinski

Anselm Cybinski, 1967 geboren, studierte Violine in Köln und London. Seine Berufslaufbahn begann er als Orchester­musiker. Danach arbeitete er für die Plattenlabels ECM und Sony Classical, war Konzertplaner beim Münchener Kammerorchester, Intendant bei den Niedersächsischen Musiktagen und leitete beim Heidelberger Frühling die Abteilung Programm und Dramaturgie. Seit November 2025 ist er bei WDR 3 Redakteur für zeitgenössische Musik und hat die künstlerische Leitung der Wittener Tage für neue Kammermusik inne. Breitgefächerte Tätigkeit als Autor, u. a. für Klavier-Podcasts mit Igor Levit. Stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Forberg-Schneider-Stiftung. 

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© Roland Baege

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Wiebke Busch

Wiebke Busch ist Classical & Projects Director bei der Verlagsgruppe Wise Music Group, wo sie bis 2025 in London als Managing Director der UK Rights Companies tätig war. Sie studierte Musikwissenschaft, Betriebswirt­schaftslehre und Kunstgeschichte, sowie Kultur- und Medienmanagement in Berlin. Bereits während des Studiums sammelte sie vielfältige Erfahrungen mit der Gründung von artefakt kulturkonzepte, einer Agentur für PR und Produktionen im Kulturbereich, der Gründung eines Amateurorchesters, Sinfonietta 92, und Mitarbeiten bei Musikfestivals und Orchestern. Seit 1997 arbeitet sie bei Wise Music Group – sowohl in London als auch Berlin – mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Klassik. Sie hat mit vielen Komponistinnen und Komponisten, u.a. Kaija Saariaho und Hans Abrahamsen, über viele Jahre eng kooperiert und Produktionen mit dem Royal Opera House London, der Bayerischen Staatsoper München und dem Festival d’Aix-en-Provence mitverantwortet und begleitet. Daneben engagierte sie sich in der Verbandsarbeit in England und Deutschland und betreute Lehrveranstaltungen für verschiedene Universitäten.

Vorstand

Sebastian Berger 

Geborener Düsseldorfer, naturalisierter Münchner. Studierter Politikwissenschaftler, gelernter Journalist. Auswahl beruflicher Tätigkeiten: Redakteur bei einer süddeutschen Zeitung, Pressesprecher bei einem süddeutschen Verlag, Textchef bei einer Branding-Agentur und Lehrtätigkeit bei einer Journalistenschule, beide ebenfalls in Süddeutschland. Privat: Bücher und Börse, Kultur und Küche, Pedalieren und Politik. Vorstand der Forberg-Schneider-Stiftung seit 2014. Zuständig für administrative und finanzielle Themen.

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Forberg-Schneider-Stiftung
Mottlstraße 12
80804 München

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